Innerhalb bestehender Kommunalstrukturen können sich unterschiedliche Gemeinschaften entwickeln denen nach und nach alle Eigenverantwortlichkeiten übertragen werden die sie bereit sind zu übernehmen und in der Lage sind krisenfest umzusetzen. Mit Übergabe der Verantwortlichkeit erfolgt gleichzeitig eine Übergabe der zur Verfügung stehenden Mittel bzw. die Entlassung aus Zahlungsverpflichtungen.

Die demokratischen Strukturen innerhalb der bestehenden Kommunalstrukturen sollten sich kennzeichnen durch:

  • Personenwahl
  • keinen Fraktionszwang
  • keine geheimen Wahlgänge bei politischen Abstimmungen – namentliche Abstimmungsergebnisse ins internet

Jede Kommune und jeder Ortsteil sollen zukünftig über die räumlichen Belange ihrer Region entscheiden. Bei überregionalen Projekten, müssen die betroffenen Gebietskörperschaften gemeinsam eine tragfähige Lösung entwickeln.

Wichtig ist auch ein Engagement für Nachhaltig – auch über eine Vernetzung und Mitgliedschaft beim

Hier wunderschöne Beispiele für gelebte Übernahme von Verantwortung und gleichzeitigem Betrag für eine bessere Welt:

Zero-Emission-Village VG Weilerbach

Die Stadt Albi will Selbstversorger werden!

Die Essbare Stadt Andernach!

Mals im Obervinschgau als erste pestizidfreie Gemeinde Südtirols

Dresden verbannt Gysphosat

Bürgermeister küsst Rohrbach aus dem Dornröschenschlaf

Münster wird hier künftig nicht mehr investieren:

1. Atomenergie und klimaschädliche Energien: In dem Beschluss heißt es, die Stadt Münster beteilige sich nicht länger an Unternehmen, “die Atomenergie erzeugen oder auf nicht nachhaltige und klimaschädliche Energien setzen.” Die “taz” zitiert den grünen Stadtrat Otto Reiners, laut dem zwei städtische Fonds ab dem kommenden Jahr unter anderem kein Geld mehr an die Kohle-, Gas-, und Ölindustrie geben dürfen.

2. Fracking: An Firmen, die ihr Geld mit der umstrittenen Erdgas-Fördermethode verdienen, dürfen die städtischen Fonds sich ab 2016 ebenfalls nicht mehr beteiligen.

3. Kinderarbeit: Der Beschluss betrifft nicht nur den Klimaschutz. Auch in Unternehmen, die Kinderarbeit tolerieren, investiert die Stadt dem Entschluss nach nicht mehr.

4. Herstellung von Kriegswaffen: Dem Entschluss des Ausschusses zufolge will Münster auch in Unternehmen, die Panzer, Granaten und Feuerwaffen herstellen, ab jetzt keine Gelder mehr fließen lassen.

5. Gentechnik: Auch Investitionen in diesem Bereich schließt Münster ab 2016 aus. Künftig werden keine städtischen Gelder mehr an Firmen gehen, die Pflanzen gentechnisch verändern.

Was bedeutet das nun konkret? Derzeit betrifft dieser Entschluss zwei Fonds der nordrhein-westfälischen Stadt. Laut der “taz” hat Münster in diesen Fonds um die 30 Millionen Euro angelegt – zum Teil in Aktien der Energieunternehmen RWE, OVM und Enel. Die müssen die Fonds jetzt verkaufen.

Auch andere deutsche Städte schichten ihre Gelder um. So umfassend wie Münster hat den Kapitalabzug zwar noch keine Stadt beschlossen, ähnliche Bestrebungen gibt es aber in 23 anderen Städten, unter anderem in Aachen, Bochum, Köln und Berlin. In der Sprache der Klimaschützer heißt der Rückzug aus klimaschädlichen Investitionen “Divestment”.

Und nicht nur in Deutschland ist Divestment ein Thema: Weltweit fordern Finanzexperten, dass Anleger (seien es Staaten, Städte, Versicherungen oder Banken) ihre Investitionen aus klimaschädlichen Unternehmen abziehen. Das, so sagen viele Umweltschützer, sei das wirksamste Mittel, um eine Klimakatastrophe zu verhindern.

Auch in Deutschland gehen erste Versicherungen wie die Barmenia diesen Weg.

Weitere schöne Impulse aus Münster