wichtigste Aufgaben

  • Berücksichtigung von neuen Siedlungsstrukturen
  • Umsetzung der Klimaschutzziele – dies auch durch eine schnelle Einführung eines sinnvolles Gebäudeenergiegesetzes
  • Einführung eines nationalen Baurechtes mit Gestaltungskompetenz innerhalb der Gemeinden
  • Einführung einer (Experten) Baukommission (unter Einbeziehung des jeweiligen Rechnungshofes von Beginn an) für große Bauvorhaben für große Bundesbauprojekte und bei Bedarf Landes- oder Kommunalprojekte (wie z.B. BER Flughafen, Elbphilharmonie, …)

Baurecht

Gerade wird an dem Entwurf für eine neue Deutschee Gebäudebauordnung gearbeitet (als zukünftiger Ersatz für die unbefriedigenden Muster Bauordnung).

Anstehende Lösungen

  • Einrichtung einer Arbeitsgruppe für die Weiterentwicklung von sicheren Bauweisen mit Baustoffen und Bauprodukten aus nachwachsenden Rohstoffen und deren baurechtliche Einteilung – idealerweise in Bezug auf die vorhandenen EN Festlegungen.
  • Berücksichtigung der wecobis Datenbank bei der Baugesetzgebung und Ausbau zu einer europäischen Datenbank
  • keine giftigen Flammschutzmittel
  • Entwicklung, Beschreibung und Festlegung von europaweit gültigen Brandtests für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Entwicklung, Beschreibung und Festlegung von europaweit gültigen Fassadenbrandtest in 2 Klassen und 2 Versionen
    • Klasse 1 für Gebäude bis 10 m Brüstungshöhe
    • Klasse 2 für Gebäude über 10 m Brüstungshöhe
    • Version 1 mit offenen Fenstern
    • Version 2 geschlossene Fassade ohne Öffnungen
  • Neubeschreibung der Klimaschutzziele im Bauwesen.

Für eine transparente, europaweite Bauregelung brauchen wir in Deutschland die Einrichtung von unabhängigen Bauräten (je Baurechtsgruppe einen) analog zu den Normarbeitsgruppen (Leitung aus einer Doppelspitze: ein Mitarbeiter für das formal korrekte Vorgehen, die Organisation und Dokumentation (idealerweise ein Mitarbeiter aus dem Bauministerium) und einem fachlichen Leiter; 5 weitere Mitarbeiter, einer vom BAM, einer von der vfdb, einem Vertreter des Bauwesen, einem Vertreter der konventionellen Bauprodukte, einem Vertreter ökologischen Bauprodukte. Im Bedarfsfall werden zusätzliche Experten. Das DiBt hat als Dienstleister eigene finanzielle Interessen und sollte daher nur mitarbeiten dürfen, aber keinen staatlichen Auftrag mehr zur Erstellung von Gesetzen bekommen. Den Bauministern fehlt offensichtlich die fachliche Qualifikation das Baurecht mitzugestalten. Die Bauräte erstellen u.a. die Entwürfe der Musterbauordnungen. Das Gremium zur Verabschiedung der Bauordnungen muss noch festgelegt werden. Die Arbeit wird transparent mit allen Sitzungsprotokollen im internet dokumentiert.

Raumplanung

„Raumplanung ist die demokratische Entwicklung alter und neuer Städte, Dörfer und Regionen, Länder, Ortschaften und Landstriche zu Lebensräumen für eine menschliche Gesellschaft“

Neben der Familie als Basis unseres Seins, ist das unmittelbare Umfeld der Familien von besonderer Bedeutung! Leider werden bis jetzt Neubausiedlungen zumeist ohne Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Kriterien erstellt.

Ideen für menschengerechte Siedlungen

  • gemäß der Dunbar-Zahl Auslegung auf 100 bis maximal 120 Menschen
  • es ist ein guter Mix von verschiedenen Wohnungsformen für verschiedene Menschengruppen zu finden
  • es müssen auch barrierefreie Wohnräume geschaffen werden
  • Ideen zu einer Integration von pflegebedürftigen Menschen sind erwünscht
  • es muss einen zentralen „Dorfplatz“ mit  Kinderspielplatz und einen Gemeinschaftsraum (optional mit einem durch die Siedler betriebenem Kaffee) für Gemeinschaftsbesprechungen, -feiern, als Kinderspielplatz bei schlechtem Wette, usw. geben
  • die Bepflanzung des Geländes soll neben Blumen weitgehend durch „essbare“ Pflanzen erfolgen
  • die Wohngebäude müssen nach Süden ausgerichtet sein, um so maximal helle Wohnungen zu bekommen und eine maximal effektive Ausnutzung der Solarenergie zu gewährleisten
  • die Kinderzimmer sind nach Süden auszurichten
  • optional sind Gewerberäume vorzusehen
  • ein möglichst niedriger Energieverbrauch ist anzustreben
  • die Innenseiten der Außenwände müssen bei – 10 ° Außentemperatur eine Behaglichkeitswärme von 18 ° haben
  • mind. 50 % der benötigten Energie müssen innerhalb der Siedlung erzeugt werden
  • mind. 50 % der Baustoffe müssen aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen (ist noch zu klären ob gemessen an der Masse oder am Volumen?)
  • mind. 50 % der Dachflächen (ohne Berücksichtigung von Verglasungen und Solaranlagen muss begrünt sein, eine Fassadenbegrünung ist erwünscht
  • ein Müll-, Wertstoffentsorgungskonzept ist zu integrieren – dabei ist eine Verwertung von Urin, Fäzes und Kompost innerhalb der Siedlung gewünscht
  • eine Abwasserklärung innerhalb der Siedlung ist gewünscht
  • je Bewohner ist eine Mindestgrünfläche vorzugeben welche von den Bewohnern gemeinsam oder je Wohneinheit separat auch zum Anbau von eigenem Obst und Gemüse genutzt werden darf (Ziel ist dabei ein möglichst hoher Selbstversorgungsgrad der Menschen innerhalb einer Siedlung mit Obst und Gemüse)
  • für jeden Bewohner ist die Pflanzung eines eigenen Baumes vorzusehen (bei Auszug ist der Baum an den neuen Bewohner zu übergeben)
  • je Bewohner ist ein ebenerdiger, überdachter Fahrradstellplatz vorzusehen
  • für Wohnungen mit Kindern sind ausreichende ebenerdig, überdachte und umschlossene Stellplätze für Kinderwagen,  Dreirad, Tretroller usw. vorzusehen
  • es sind keine individuellen PKW Stellplätze vorzusehen, optional Stromtankstellen / Parkplätze für ein paar car sharing Fahrzeuge der Siedlung

Eine Möglichkeit um schöne Lösungen für zukünftig menschengerechtere Siedlungen kann ein interdisziplinären, ganzheitlicher  Wettbewerb für Hochschulen der verschiedenen Fachrichtungen (Architektur, Bauingenieurwesen,  Energietechnik, Landschaftsplanung, Gartenbau,  Umwelttechnik, Soziologie, …) sein. Die Erkenntnisse dieses Projektes können dann in einem Handbuch für Siedlungsbau zusammengefasst werden. Dieses Handbuch soll dann Teil des Gemeinde Gemeinwohlökonomie Handbuch 1.0 werden und in Folge dem deutschen Gemeinde- und Städtetag vorgestellt werden. Idealerweise wird dieses Handbuch dann Grundlage für die Ausschreibungen für neue Siedlungen.

Hier ein guter Artikel über die Frage der Dämmung und Bauweisen.